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CESAR Lernspielreihe

 
Von: Meike Juretzki
 

Der Markt für Lernsoftware boomt. Die Verlage versuchen mit aufwendigen Animationen die Käufer für sich zu gewinnen, denn wer bei diesem großen Angebot sein Produkt verkaufen will, muss schon etwas besonderes präsentieren. Aufwendig produzierte Lernsoftware steht jedoch nicht immer für Qualität und Effektivität. Der CES Verlag stellt dies mit seiner Lernspielreihe CESAR unter Beweis. Mit einfachen Spielen ohne große Effekte, die u.U. vom eigentlichen Lernen ablenken, werden zu den verschiedenen Bereichen des Lesen- und Schreibenlernens Übungen angeboten. Dabei ist die Reihe speziell für Kinder mit Lese-Rechtschreibproblemen konzipiert. Sie kann jedoch auch problemlos im Anfangsunterricht bis ins zweite Schuljahr eingesetzt werden, da alle Kinder in ihrer Lese- Rechtschreibentwicklung diese Übungen benötigen. Für die Schule ist speziell das Schreiben 1.0 sowie das Lesen 1.0 zu empfehlen. Dabei werden beim Schreiben Übungen zur lautgetreuen Verschriftung auf Laut-, Silben- und Wortebene, zur Eigenkorrektur, zur Graphenaufbauerfassung, zur ganzheitlichen Wortbilderfassung, zur Wahrnehmung von kleinen phonematischen Unterschieden, zur Lautsynthese und- analyse sowie zur Anwendung metasprachlicher Prozesse angeboten. Das Programm zum Lesen enthält Übungen zur Raum-Lage von Buchstaben, zur Identifizierung von Buchstaben, zur Lautanalyse und -synthese, zum Lese- Sinnverständnis sowie zur phonologischen und Silbenstruktur Prozessen. Die Handhabung der Spiele ist äußerst einfach und kindgerecht. Beim Anklicken eines Mikrophons bekommen die Kinder jedes Spiel auditiv erklärt. So wissen sie immer, was gemacht werden soll und können selbständig mit dem Programm arbeiten. Über ein Menü können unterschiedliche Schwierigkeitsgrade eingestellt und auf jedes Kind abgestimmt werden. Bei wenigen Spielen kann der Lehrer optional den Grundwortschatz selbstständig bestimmen, indem er Wörter ergänzt oder aber auch vorhandene löscht. Jedes Kind kann bestimmen, ob es über eine Bildschirmtastatur oder über die eigentliche Computertastatur Wörter eingeben möchte. Hilfreich ist dies vor allem für schwache Kinder, da die Bildschirmtastatur nur die wichtigsten Elemente enthält und somit eine bessere Übersicht gewährleistet ist. Im Schreiblernprogramm können die Kinder ihren Namen eingeben und eine Auswertungsstatistik gibt dem Lehrer Auskunft, in welchen Bereichen des Lese- Rechtschreibprozesses das Kind Probleme hat. Diese Auswertungsmöglichkeit enthält das Leseprogramm leider nicht.
Das CESAR HOME Programm (VK-Preis 49,50 EUR) ergänzt die schulische Lernspielreihe für zu Hause. Hier sind einige Übungen der anderen beiden CDs zusammengestellt, so dass die Kinder die Möglichkeit erhalten auch zu Hause ihr Wissen zu vertiefen. In einem Menüpunkt werden Eltern zum Schwerpunkt einer Übung auf einem fachwissenschaftlichen Hintergrund auch in Bezug auf LRS-Kinder informiert.
Die CESAR Lernspielreihe aus dem CES Verlag ist ein Lernprogramm, dass mit einfachen Spielen Teilleistungen des Lese-Rechtschreibprozesses gezielt und vor allem effektiv übt und trainiert. Es werden Strategien vermittelt, die zur verbesserten auditiven und visuellen Wahrnehmungsfähigkeit führen kann, die für einen erfolgreichen Lese- und Schreiberwerb notwendig sind. Die einfache und kindgerechte Handhabung macht ein selbständiges Arbeiten am Computer möglich. Somit lässt sich das Programm ideal in der Freiarbeit aber auch in Förderstunden einsetzen. CESAR ist lehrplanorientiert, bietet unmittelbare Fehlerrückmeldungen und Hilfen über Lautsprecher und motiviert zusätzlich durch lustige, sinnunterstreichende handgemalte Künstlerbilder.
Fazit: Insgesamt eine tolle Lernsoftware, die mit ihren einfachen Spielen zu den Teilleistungsqualifikationen des Lese- Rechtschreibprozesses überzeugt. Die Kinder werden auch ohne große Animationen ihren Spaß am Programm haben. Auf das CESAR SCHREIBEN 2.0 (4.-6. Klasse) im September 2001 mit Übungen zur Rechtschreibung und Wortlehre kann man gespannt sein!


Preis: 99,50 EUR
Hardware: PC
Systemvor. Windows: Pentium-PC ab 133MHz, 32 MB RAM, 4x CD-ROM, Soundkarte, 16 Bit Farben bei 800x600, Win 95/98/NT
Rezension von: Meike Juretzki

CES Verlag